September 29, 2009

Erfolgreiche Rebellion in Parkplatzfragen

Posted in furious tagged , , , , , , um 21:48 von maofatale

Der Parkplatz an sich ist mancherorts ja ein Problem für sich. Wer hat das nicht schon erlebt? Na gut, Bewohner ländlicher Idylle ohne bisheriger Notwendigkeit jene je zu verlassen, die natürlich schon. Aber all die anderen?

Ich für meinen Teil habe eine Lösung gefunden.
Und deswegen möchte ich nun vom nicht nur mäßigen Erfolg meiner persönlichen Rebellion gegen den allmächtigen Regelgott im Parkplatzwesen berichten.

Es war vor einiger Zeit, viele Monde sind seither bereits ins Land gezogen, als mir plötzlich gewahr wurde: jeder, wirklich jeder verdammte Parkplatz in der Münchner Innenstadt (nein, nicht mehr nur Innenstadt, sogar bis beinah in die Mittelaußenstadt, mindestens jedoch bis weit ins schöne Sendling hineingreifend!) war plötzlich kostenpflichtig. Wo man noch vor Jahren die ellenlange Mühe auf sich nahm, zig Runden zu drehen, um irgendwann endlich sein Gefährt inzwischen schon ächzend in eine endlich frei gewordene und auch eroberte (ja, das war beizeiten ein Machtkampf!) Lücke zu quetschen, seinen Wagen dafür aber kostenfrei abstellen durfte, an seltenen aber vorhandenen Stellen, prangen nun Parkscheinautomaten oder aber Parklizenzbereichsausweisschilder um die traurige Wette.
Sodann rief ich mir zu(aber erst nachdem mich das tatsächlich monatelang einschüchterte und ich stattdessen die Innenstadt so gut wie möglich mied, ich Stadtrandgöre):
Nicht mit mir! Hahaaa! Arrr!

Und beschloss den Widerstand.
Protest, Rebellion, Meuterei, Revolte, Streik, Revolution, Yippiiiieh!

Besonders weil der eher unkomfortable MVG mir ebensoviel abknöpft, ich komme mir schon vor, als müsste ich als Stadtrandbewohner, der nicht mal kurz mit dem Radl in die Stadt fahren kann oder gar zu Fuß, plötzlich Eintritt zahlen. In der eigenen Stadt!

Beschlossen hatte ich diesen Private-Aufstand ganz offiziell als ich erkannte, ich müsste über 8 Euro in den Automaten werfen, um während des Besuchs im Deutschen Museum das Autochen abstellen zu dürfen. Rechne rechne rechne…8 Euro…hm…wieviel kostet wohl der Strafzettel? 15 Euro? 20 Euro?… rechne… 80 Euro? 10 Euro? Egal! Nicht mit mir! Vielleicht werde ich ja sogar nie erwischt. Nach genauster Risikoabwägung in stochastisch ausgerechneter Manie (gut, ich lüge), stand der Entschluss fest. Und zwar nicht für den Moment, sondern sodann für immer und ewig! Der – Parkscheinautomat – fickt – mich – nie – mehr! (Seither lerne ich „Risiko“ by doing.)
Durchaus erfreut stellte ich dann fest, dass die Innenstadt neuerdings sehr viele Parkplätze bietet und ich seither kaum mehr als 5 Minuten suchen musste, wenn überhaupt! So Zahlplätze sind ja auch eher nicht so begehrt, was? Zum Glück für mich! Lange wurde ich nicht belangt. Am besten parkt man übrigens in der Sonnenstraße, offenbar sogar recht ungefährlich, denn ich sah seitdem nie an irgendeiner Windschutzscheibe ein Zettelchen.

Aber gestern….gestern passierte es. Am Goetheplatz. Ich dacht ja, die Polizisten hätten bei akuter Terrorgefahr an der Wiesn was anderes zu tun, aber gut… sollen sie doch.
Ich kam, sah und steckte ihn lächelnd ein.
Was soll ich sagen, dieser Zettel bestätigt all mein Handeln. Meine Rechnung, die seit Monaten läuft, geht optimal auf.

Für 5 Euro hätte ich nicht mal diesen einen Platz mit Parkschein bekommen!

Es grüßt
die sonderbar zufriedene Mao Fatale

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